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asiatische Lebensmittel und Gewürze

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Wissenswertes über Chili


was Chili eigentlich ist ...

Chili (auch Chilli geschrieben, lat. Capsicum) ist botanisch gesehen identisch mit der Gattung Paprika aus der Familie der Nachtschattengewächse.   Im allgemeinen Sprachgebrauch versteht man darunter jedoch die kleineren und schärferen Paprikasorten und ihre Früchte, die Chilischoten, - auch bekannt als Peperoni, Pfefferoni, Roter Pfeffer, Cayennepfeffer oder Spanischer Pfeffer. Weltweit gibt es mehrere hundert solche Chilisorten, die sich in Grösse, Farbe, Form und vor allem Schärfe unterscheiden.

warum er so gerne gegessen wird ...

Chili ist das Gewürz zum Schärfen einer Mahlzeit! Zugegeben, Schärfe ist "Geschmacksache", aber vielen schmeckt ein mit Chili gewürztes Essen ganz besonders gut. Es belebt, regt an und hat in der richtigen Dosierung eine ganze Reihe positiver und wohltuender gesundheitlicher Wirkungen.
Vor allem heizt Chili die Verdauung und den Stoffwechsel an. Er hilft paradoxerweise gegen äussere Kälte ebenso wie gegen äussere Hitze. Ersteres kann man verstehen. Warum aber wird Chili besonders gerne ausgerechnet in den warmen Ländern gegessen?  Nach der Einnahme von chiligeschärften Speisen wird man von innen erwärmt und schwitzt daher mehr; die daraus resultierende Verdunstungskälte an der Körperoberfläche lässt dann eine angenehme Abkühlung empfinden. Ähnlich wie ein Saunagang im Winter zum Aufwärmen, im Sommer zum Abkühlen genutzt werden kann.
Darüberhinaus hilft Chili in den Tropen und Subtropen auch nachweisslich gegen Verdauungsprobleme und Magendarminfektionen. Besonders gerne gegessen wird Chili in Mexiko (wo er ursprünglich herstammt), in Indien, Thailand, Korea, China, Indonesien sowie rund um das Mittelmeer und in den Balkanländern.

weshalb er so scharf ist ...

Da sind die Capsaicinoide in der Frucht, vor allem das Alkaloid Capsaicin. Je mehr Capsaicin in einer Chilisorte, umso schärfer ist diese.  Die Moleküle der Capsaicinoide wirken auf die für Hitzeschmerz zuständigen Nervenrezeptoren von Haut und Schleimhaut ein und bewirken in der Folge des chemischen Kontaktes eine lokale Mehrdurchblutung. Die Menge des Capsaicins einer Chilifrucht hängt ab von der Chilisorte, aber auch vom Boden, der Lichtmenge, der Temperatur und dem Wasser während des Anbaus und davon, ob die geerntete Frucht getrocknet wurde. Licht, Temperatur, Wassermangel oder Übermass an Wasser und zuletzt auch die evtl. Trocknung nach der Ernte erhöhen also jeweils die Schärfegrade. Die Schärfe einer Chilisorte oder eines Chiliproduktes wird mittels einer Schärfeskala beschrieben. Zum einen gibt es eine Einteilung von 0 bis 10, wobei Stufe 0 bis 2 mild, Stufe 9 und 10 extremst scharf sind. Alternativ wird der Schärfegrad von Chilli auch mit den sog. Scoville Einheiten von 0 bis über 350.000 definiert. Tabasco Chilis liegen in der Skala z.b. bei 40.000 Einheiten, Thai Chillis bei 50.000 - 80.000, Habanero Chillis bei 100.000 - 350.000, Gemüsepaprika dagegen liegt bei 0 - 100 Einheiten.

wo er herkommt ...

Ausgrabungen zeigen, dass die Wildform von Chili schon vor 7000 Jahren in Mexiko bekannt war und genutzt wurde. Von den Ureinwohnern Mexikos, den Azteken, stammte denn auch die Bezeichnung "Chili" für die scharfe Frucht. Im auslaufenden Mittelalter wurde die Pflanze dann von portugiesischen und spanischen Seefahrern von Südamerika nach Afrika und Asien gehandelt und weiter verbreitet. Vor allem in Asien ist er wichtiger Bestandteil der traditionellen Kochkultur geworden.

und wenn Sie mal zuviel Chili erwischt haben?

Das Gericht lässt sich vielleicht noch retten. Wenn es zum Rezept passt, dann probieren Sie jeweils die Zugabe von entweder Rahm, Joghurt, geschmolzenem Käse, Kokosmilch oder Zucker. Wenn Sie sich den Mund "verbrannt" haben, dann lassen Sie ein paar Löffel Joghurt, Frischkäse, Milch oder Eiscreme im Mund zergehen oder eine Portion Zucker. Kaltes Wasser oder Limos helfen nur wenig. Der Schärfestoff Capsaicin ist nämlich fettlöslich, nicht wasserlöslich!

kann Chili wirklich gesund sein?

Die Chili-Liebhaber wird es freuen: Ja! Chili  kann erwiesenermassen die Gesundheit fördern.

        • Chili enthält ca. 3mal so viel Vitamin C als Zitrusfrüchte, sowie reichlich Provitamin A 
        • er regt die Produktion der Verdauungssäfte sowie den gesamten Stoffwechsel an
        • er kann gegen Kopfschmerzen helfen und vor Thrombosen und Embolien schützen
        • Chili soll positiv auf den Cholesterin- und Fettstoffwechsel einwirken
        • er kann die Produktion der Endorphine, der körpereigenen "Glücksbotenstoffe" 
           anregen, bekannt als "Pepper-High" 
        • der Wirkstoff Capsaicin wird in der Medizin erfolgreich in Rheumasalben,
           "ABC-Pflastern" und Salben gegen Herpes Zoster (Gürtelrose) verwendet
        • in der Leber umgewandelte Verbindungen aus Chili sollen als freie Radikalefänger
           wirken 
        • bei wissenschaftlichen Versuchen mit Mäusen hat man festgestellt, dass Chili
           vor Prostatakrebszellen schützen und bei der Behandlung von Herzinfarkt helfen
           könnte 
        • in China wurde bei Testversuchen mit Ratten eine blutdrucksenkende
           Wirkung von Capsaicin nachgewiesen

Dennoch Vorsicht, liebe Webseitenbesucher: Bleiben Sie beim Chiliverzehr beim richtigen Mass. Nicht jeder Körper reagiert gleich. Und ein Zuviel an Chili könnte nicht nur die Mundschleimhäute angreifen, sondern auch Magen, Darm und Blase belasten und zu Bauchweh, Gastritis, Durchfall und Beschwerden beim Wasserlassen führen.

noch was zur Aufbewahrung und Zubereitung von Chilischoten ...

Frische Chilischoten können bis zu 2 Wochen an trockenem, dunklem und kühlem Ort aufbewahrt werden. Die Früchte sollten dabei regelmässig kontrolliert und aussortiert werden, damit sich Schimmel oder Fäulnis nicht bilden können. Für einen längeren Zeitraum empfiehlt sich die Konservierung durch Trocknen oder Einfrieren.
Einige Chilisorten können Sie selbst Zuhause an der Luft trocknen, einige andere Sorten erfordern ein aufwendiges Trocknungsverfahren mit technischen Hilfsmitteln. Solche Sorten werden besser fertig getrocknet gekauft. Bei fachgerechter Trocknung und fachgerechter anschliessender Lagerung sind die Schoten bis zu mehreren Jahren haltbar. Eingefrorene Chilischoten sind natürlich besonders lange und unkompliziert lagerbar und Sie können sie ganz nach Bedarf portionsweise auftauen und dann aber am Besten am selben Tag noch verarbeiten.
Besonders scharfe Chilisorten gehören geschützt vor dem Zugriff von kleinen Kindern aufbewahrt. Bei der Zubereitung solcher Schoten empfiehlt es sich auch, Handschuhe zu tragen oder zumindest die Hände anschliessend gleich zu waschen und nicht in Gesicht oder Augen zu führen. Stiel und Kelch  werden bei allen Chilisorten vor der Zubereitung aus der Frucht herausgeschnitten. Die Samen werden nur dann entfernt, wenn man es nicht so scharf haben will. Getrocknete Schoten werden noch aromatischer, wenn sie vor der Zubereitung kurz ohne Öl in der Pfanne geröstet werden. Sie können sie aber auch einige Stunden in Wasser eingelegen und dann wie frische Schoten verarbeiten. Wenn Sie getrocknete Schoten mit dem Mörser zerstossen wollen, dann am besten erst kurz vor dem Kochen, so kommen die Aromastoffe am Besten zur Entfaltung.


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