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Bittergurken

ein besonderes Heilgemüse aus den Tropen

Bittergurke - die Frucht kurz vor der Ernte, von H. Zell, Wikimedia Commons, Liz. s.u.

 Art und Vorkommen:

Bittergurken, botan. Momordica charantia, auch bekannt unter den Namen Bitter-melonen, Balsamgurken, Balsambirnen, Goya, Karela oder Karavella, sind Gemüse-pflanzen aus der Familie der Kürbisgewächse.
Momordica charantia ist eine einjährige, schnell wachsende Kletterpflanze, mit bis zu 5 m langen Trieben. Sie trägt gurkenähnliche, je nach Art 5 cm (in Indien und Nepal) bis 30 cm (in China) lange Früchte. Für das optimale Aroma und eine gute Lagerfähigkeit werden die Früchte grün und noch vor der gelbfarbenen Ausreifung geerntet. Die Bittergurken werden weltweit in den tropischen und subtropischen Regionen Asiens, Südamerikas, Afrikas und in der Karibik angebaut. Sie wachsen dort vielerorts auch wild. Es gibt ca. 40 verschiedene Arten.


Verwendung

Frucht, Blätter und Samenkerne der Bittergurkenpflanze sind in den Anbaugebieten der Tropen und Subtropen sowohl als Nahrungsmittel wie auch als Heilmittel etabliert und sehr geschätzt.

 Momordica charantia - die Bitttergurkenpflanze, von H. Zell, Wikimedia Commons, Liz. s.u.  die jungen Blätter
Sie werden frisch geerntet als Gemüse oder getrocknet als Tee verwendet. Der Gehalt an Bitterstoffen ist geringer als bei der Frucht.

die jungen grünen Früchte
Die Frucht der Bittergurke wird fast ausschliesslich als Gemüse verzehrt und dafür noch vor der Reifung im grünen Zustand geerntet.
Das Gemüse schmeckt bitter, entfaltet aber dennoch ein sehr angenehmes und schmackhaftes Aroma in der richtigen Kombination mit anderen Beilagen und Gewürzen. Die Früchte werden gerne angebraten oder geschmort und mit Reis kombiniert. Sie können auch kleingeschnitten jedem Gemüseeintopf beigegeben werden. Eine weitere Möglichkeit ist es, die Frucht zu halbieren, den Samenstrang zu entfernen und den entstandenen Hohlraum mit feinen Zutaten zu füllen, wie z.b. mit Fischpaste.

Reduktion der Bitterstoffe in den Früchten
Wer vor der Gemüsezubereitung die Bitterstoffe der Frucht reduzieren möchte, kann sie grob schälen, in Stücke schneiden, salzen und nach ca. 15 min. abspülen. Die Schale der grünen jungen Bittergurkenfrucht wird ansonsten gerne mitgegessen und ist von eher zarter Konsistenz.

die reifen gelben Früchte
Wenn die Bittergurke reift, färbt sich die Frucht gelb und wird weich, die weissen Kerne werden rot und die Schale wird zu bitter und unaromatisch für den Verzehr. Das Markfleisch der reifen Bittergurke hingegen wird süsslich und kann jetzt roh verzehrt werden. Es wird in manchen südostasiatischen Ländern gerne Salaten beigegeben.

der BittergurkenteeBittergurke aufgeschnitten
Er wird aus den getrockneten Blättern der Pflanze oder auch als Aufguss von getrockneten Scheiben der Frucht hergestellt. Der Tee aus den Blättern hat deutlich weniger Bitterstoffe als der Tee aus der Frucht.

die Kerne der Bittergurken
Die Kerne der Frucht sind gut geniessbar, können aber manchmal etwas hart sein. Die Aussenhaut der Kerne wird bei weiterer Reifung der Frucht süsslich. Bittergurkenkerne werden in Asien auch gerne separat als Würzmittel eingesetzt.

Bittergurken in der Kochtradition verschiedener Länder:
In Malaysia ist die Kombination von Bittergurkengemüse mit Kokosmilch und Garnelen bekannt und beliebt. In Nordindien werden Bittergurken mit Kartoffeln und Yoghurt gegessen. In Südindien wird die Bittergurkenfrucht z.b. kleingeraspelt in trockener Gemüsemischung mit Zutaten wie Spargelbohnen, Jakobsfrucht, grünen Bohnen, Karotten, Spinat, Kokosraspeln, Curryblättern, Senfkörnern und Kurkuma verwendet. Die Mischung wird kurz angebraten und dann mit Reis serviert. Eines der Bittergurkengerichte in Pakistan ist mit Rinderhackfleisch: Bittergurken werden gekocht, dann leicht ausgehöhlt, mit gekochtem Rinderhackfleisch gefüllt und schliesslich zusammen mit Naan, Chappati oder Tandoori serviert. Auf den Philippinen brät man Bittergurken z.b. gerne mit Ei, Zwiebeln und gewürfelten frischen Tomaten im Wok an oder man kombiniert sie mit Rinderhackfleisch und Austernsauce. Die Chinesen nehmen Bittergurken gerne zu Gemüsepfannengerichten, Gemüsesuppen und als Heiltee. Auf den Okinawainseln und in China wird Bittergurke auch als Hopfenersatz bei der Bierherstellung verwendet. In Indonesien werden Bittergurken z.b. im Gemüsesalat mit Erdnusssauce gereicht, wobei die Erdnusssauce neben angebratenen gemahlenen Erdnüssen auch noch Kokosnusszucker, Chili, Salz, Limettensaft, Tamarinde und Garnelenpaste enthält. Man kann gekochte und ausgehöhlte Bittergurken auch mit Schweinehackfleisch füllen wie in Vietnam, oder, was dort auch gebräuchlich ist, Bittergurkensuppe mit Shrimps sevieren. In Nepal gibt es Bittergurken als Currygericht, als Kartoffelgericht oder als spezielles Pickle (Würzpaste). In Guayana und anderen südamerikanischen Ländern werden Bittergurken gekocht und anschliessend mit Knoblauch und Zwiebeln angebraten. 


die Geschichte der BittergurkenBittergurke, die überreife Frucht, von H. Zell, Wikimedia Commons

Über Herkunft und Geschichte der Bittergurke ist nur wenig bekannt.
Die Ursprünge der Pflanze werden in Indien vermutet. Wahrscheinlich ist die Pflanze im 14. Jahrhundert von dort nach China und danach weiter in sämtliche tropische und subtropische Regionen Asiens und schliesslich Afrikas gelangt. Inzwischen ist die Bittergurke auch in Südamerika und im Karibikraum heimisch.

In Europa ist die Bittergurke noch weitgehend unbekannt. Die ihr nachgesagten positiven gesundheitlichen Wirkungen werden von der hiesigen medizinischen Fachwelt noch mit Skepsis betrachtet. Tatsache ist aber, dass schon seit 50 Jahren über Momordica charantia und seine Heilwirkungen weltweit klinische Studien und Grundlagenforschung betrieben werden. Die Ergebnisse scheinen die Erfahrungen der asiatischen, afrikanischen, südamerikanischen und karibischen Bevölkerung zu bestätigen. In den Niederlanden gibt es Europas erste grössere Anbauungen von Bittergurken in Gewächshäusern.


positive gesundheitliche Wirkungen

Früchte, Blätter und Samen der Bittergurkenpflanze werden in der traditionellen und naturheilkundlichen Medizin vieler Länder Asiens, Süd- und Mittelamerikas, Afrikas und der Karibik eingesetzt:
          
          gegen Altersdiabetes
         
- für Gewichtsreduktion und gegen erhöhte Blutfette

          
- gegen Obstipation und Wurmbefall
          
- gegen Infektionen mit Viren, Bakterien und Pilzen
          
- zur Kräftigung des Immunsystems
          
- gegen Magengeschwüre
          
-
gegen Blasensteine
          - gegen Fieber
          - gegen Entzündungen
          - unterstützend gegen Krebs
          - gegen hohen Blutdruck und Arteriosklerose
          - unterstützend für eine gesunde Menstruation
          - unterstützend für die Libido


Hier im Einzelnen einige der traditionellen Anwendungsweisen von Bittegurken, wie sie aus der Naturmedizin der verschiedenen Länder bekannt sind:

Im Amazonasgebiet werden Bittergurken von Indianern und Einheimischen seit vielen Generationen als Nahrungs- und Heilmittel angebaut. Die Frucht wird dort gerne für Bohnen- und Suppengerichte hergenommen. Ein Aufguss der Blätter wird als Tee verabreicht gegen Blutzuckerkrankheit, Blähungen, Wurmbefall, Hepatitis und fiebrige Erkrankungen. Bei infizierten Wunden machen die Amazonasindianer einen äusserlichen Umschlag mit Bittergurkenblättern.

In Brasilien werden Bittergurken zusätzlich bei Rheuma, Malaria, Menstruations-problemen, als Aphrodisiacum oder zur Einleitung eines Schwangerschaftsabbruches genutzt.

In Mexiko ist speziell die Wurzel von Momordica charantia als Aphrodisiacum bekannt.

In Nicaragua werden die Blätter der Bittergurkenpflanze gegen alle Arten von Erkältungen, Kopfweh, Bauchschmerzen und Hautproblemen verwendet.

Auf der Karibikinsel Trinidad werden Bittergurken gegen Diabetes, Verdauungs-beschwerden, Fieber, Bluthochdruck, Malaria, Wurmbefall und Rheuma eingenommen.

In China werden Bittergurken vor allem bei Brustkrebs, Diabetes, Fieber, Mundgeruch, Impotenz und Nierenschwäche empfohlen.

In Indien nutzt man die Heilwirkungen der Bittergurken gegen Diabetes, Fieber, Wurmbefall, Rheuma, Gicht, Hämorrhoiden, Obstipation, Menstruationsprobleme, Hautprobleme wie Psoriasis und Ekzeme, Nierensteine, Leberschwäche, Lungen-entzündung, Scabies (Krätze), Schlangenbisse, zum Abnehmen und zur Abtreibung und Geburtenkontrolle. In manchen indischen Krankenhäusern, so heisst es, werden von Ärzten Bittergurkenprodukte in die Diabetestherapie integriert.

Die Bewohner von Malaysia kennen Bittergurken als Hilfsmittel bei Bauchbeschwerden, Asthma, Verbrennungen, Zöliakie, Hauterkrankungen, Kopfweh, Wurmbefall.

Im westafrikanischen Land Togo sind Bittergurken ein volkstümliches Mittel gegen Magendarmerkrankungen und auch gegen Viruserkrankungen  wie Masern.

Auch in der Türkei sind die Bittergurken ein traditionelles Heilmittel z.b. gegen Magenbeschwerden. Die Fruchstücke werden dazu vor dem Verzehr in Olivenöl oder Honig eingetaucht.

Auf den Philippinen, so heisst es, wird vom zuständigen Gesundheits-Department die Bittergurke als eines der besten bekannten Naturheilmittel gegen Diabetes empfohlen.


Nebenwirkungen und Unverträglichkeiten

Bei ausgiebigem oder regelmässigem Verzehr von Bittergurkenprodukten gilt es unbedingt folgendes zu beachten:
         
     • Kinder oder medikamentös eingestellte Diabetiker und sonstige Personen, die
        zu Unterzucker neigen, könnten eine Unterzuckerung entwickeln. Diabetiker sollten
        aus diesem Grund Bittergurkenprodukte nur in Absprache mit ihrem behandelnden
        Arzt einnehmen.
     • Schwangere sollten keine Bittergurken einnehmen, da es wegen der uterus-
        stimulierenden Substanzen zu einer Gefährdung der Schwangerschaft kommen kann.
     • Stillende Mütter sollten Bittergurken nicht zu sich nehmen, da die Wirkstoffe mit
        der Muttermilch übertragen werden können.
     • Menschen mit Verdacht auf Fruchtbarkeitsstörungen sollten auf ausgiebigen
        Genuss von Bittergurken verzichten, da die Fruchtbarkeit sowohl beim Mann als auch
        bei der Frau noch zusätzlich ungünstig beeinflusst werden kann.
     • Menschen mit der Erbkrankheit Favismus, einem normalerweise symptomlosen
        Enzymdefekt, können nach Genuss von Bittergurke einen Schub der sog. "Bohnen-
        krankheit" bekommen. Dieser geht einher mit einem Zerfall der roten Blutkörperchen
        und Symptomen wie Bauchschmerzen, inneren und äusseren Blutungen sowie
        Fieber. Der Name "Bohnenkrankheit" kommt daher, weil solch ein Schub bekannter-
        massen vor allem durch den Genuss von Bohnen ausgelöst werden kann.
     • Da Bittergurken leicht abführend wirken können, verursachen sie gelegentlich
        Bauchweh und Durchfall.
     • In seltenen Fällen können Bittergurken Kopfweh verursachen.


Über die Erforschung der Bittergurken und ihrer Heilwirkungen

Bittergurken und ihre antidiabetischen und fettsenkenden Eigenschaften...

Wissenschaftler haben in den Bittergurken vor allem 3 Verbindungen gefunden, die für die blutzuckersenkende Wirkung veranwortlich gemacht werden:
1. Charantin
2. Polypeptid P
3. Oleanolic Acid Glycosid.
Charantin ist eine Verbindung aus den beiden steroidalen Saponinen β-sitosteryl glucosid und 5,25-stigmasteryl glucosid. Es wurde erstmals 1962 aus der Pflanze isoliert und Hasen verabreicht. Die Tiere reagierten mit einem Absinken der Blutzuckerwerte.
Polypeptid P ist eine insulinähnliche Aminosäurenkombination, die den Blutzucker bei Typ-1-Diabetikern senken soll.
Oleanolic Acid Glykosid soll die Glucostoleranz von Typ-2-Diabetikern verbessern indem die Aufnahme von Zucker aus der Verdauung gebremst wird.

Darüberhinaus sollen weitere Verbindungen aus Momordica charantia die Anzahl der Betazellen in der Pankreas positiv beeinfussen und damit die körpereigene Insulinproduktion unterstützen.

2008 wurde eine Studie der Central Taiwan University of Science and Technology veröffentlicht. Demnach wurden Mäuse 12 Wochen lang mit fettreicher Kost gefüttert. Eine der Kontrollgruppen erhielt ab der 8. Woche zusätzlich orale Gaben von Bittergurken. Die zuvor ansteigenden Blutzuckerwerte und Blutfettwerte konnten nach der Gabe von Bittergurken wieder verbessert werden, ebenso der HbA1c-Wert, der sog. Langzeit-blutzucker.
Bei einer Gewebeanalyse derselben Tiere konnte eine Zunahme der intrazellulären Peroxisom-Proliferator-aktivierten Rezeptoren festgestellt werden: und zwar von PPARg, welche bekanntermassen die Insulinsensivität, den Glukosestoffwechsel und die Aufnahme freier Fettsäuren unterstützen und von PPARa, welche die Triglyceride reduzieren, das günstige HDL-Cholesterin erhöhen und das ungünstige LDL-Cholesterin reduzieren. Entsprechend nahm bei der Mäusegruppe mit Bittergurkenfutter auch das Körperfettgewebe deutlich messbar ab.

Bittergurken und ihre antibakteriellen und antimykotischen Eigenschaften...

2007 wurde eine Forschungsarbeit aus dem Department of Biology an der University of Guayana in Südamerika veröffentlicht. Im dortigen Labor wurden die Auswirkungen von Bittermelonenblättern auf die Krankheitskeime Escherischia coli, Staphylococcus aureus und Candida albicans ausgetestet und mit der Wirkung gezielter Antibiotika bzw. Antimykotika verglichen. Die Versuche wurden mittels Agardiffusion, Plattenguss, Ausstrich und Dünnschichtchromatographie durchgeführt und ergaben folgendes Resultat:
Vor allem der in Ethanol gelöste Bittergurkenblätterextrakt hatte eine stark hemmende Wirkung auf die genannten Keime: Die Reduzierung der Bakterien- und Pilzkolonien durch Bittergurken war fast so hoch, wie die
 Reduzierung der Keime durch die mitgetesteten Medikamente.

Experiment über die Wirkung von Bittergurken auf Magengeschwüre...

2009 wurde ein Experiment aus dem Department of Pharmacology des Krupanidhi College of Pharmacy Bangalore, Indien, veröffentlicht.
Bei diesem Projekt wurde ein standardisierter methanolischer Extrakt aus Bittergurkenfrüchten an Ratten verfüttert. Bei den Ratten wurde vorher durch die Gabe von jeweils entweder Essigsäure, Ethanol oder Indometacin (ein Schmerzmittel) ein Magengeschwür induziert. Einigen der Ratten verursachte man ein Ulcus durch Abbinden des Pylorus (Magenausgang) oder indem man sie Stress aussetzte. Bei sämtlichen Tieren konnte man nach der oralen Gabe des Bittergurkenextraktes eine deutliche Beschleunigung bei der Heilung beobachten. Auch Zwölffingerdarmgeschwüre konnten geheilt werden. Bei Ratten, die den Bittergurkenextrakt noch vor der Belastung der Magen- und Zwölffingerdarmschleimhäute erhielten, konnte einer Entstehung der Ulcera sogar vorgebeugt werden.

Bittergurken und ihre schmerzlindernden Wirkungen ...

2010 wurde ein Forschungstest des indischen Shree Leuva Patel Trust Pharmacy Mahila College in Amreli, Gujarat, veröffentlicht.
Ein Gruppe von Wissenschaftlern untersuchte einen ethanolisierten Extrakt der Bittergurkenfrucht auf seine analgetischen (schmerzlindernden) und antipyretischen (fiebersenkenden) Wirkungen bei Ratten und Mäusen.
Von den 4 Gruppen der Tiere bekam jeweils eine Gruppe ein Placebo, eine Gruppe das Schmerzmittel Aspirin, eine Gruppe eine niedrigere Dosierung von Bittergurkenextrakt und eine Gruppe eine höhere Dosierung der Heilpflanze verabreicht. Dann wurden alle Gruppen demselben Schmerzreiz ausgesetzt, indem ihr Schwanz mit heissem Wasser in Kontakt gebracht wurde. Die äusserlich beobachtbaren Schmerzreaktionen bei der Gruppe mit niedrig dosiertem Bittergurkenextrakt waren um ca. 50% geringer als bei der Placebogruppe, die der Gruppe mit höher dosiertem Extrakt waren 60% geringer, und die Schmerzreaktionen der Aspiringruppe war ca. 70% geringer.
Der Test wurde dann auch mit anderen Schmerzauslösern und z.b. im Vergleich mit dem Opioid-Analgetikum Pentazocin durchgeführt. Selbst hier schnitt der Heilpflanzenextrakt gut ab. Die Ergebnisse zeigten eine ähnliche Tendenz, wenn auch nicht ganz so ausgeprägt. Momordica charantia schien stets eine deutlich schmerzreduzierende Wirkung auf die Tiere zu haben.

Die Wirkung von Bittergurkenextrakt bei Wundheilungen...

Im Jahr 2012 wurde eine Untersuchung veröffentlicht über den Einfluss von Momordica charantia bei der Abheilung von Hautverletzungen. Das Experiment wurde in der Türkei vom Department of Orthopedic and Trauma Surgery, an der Medical School of Ondokuz Mayıs University  Samsun, durchgeführt.
Bei diesem Projekt wurden 28 Hasen einen Monat lang behandelt und untersucht. Sämtliche Tiere hatten eine gleiche kleine Hautverletzung auf ihrem Rücken zugefügt bekommen. Dann wurden die Tiere in 4 Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe wurde mit der bekannten Wund- und Heilsalbe Bepanthen (Wirkstoff Dexpanthenol) behandelt, eine Gruppe mit der Desinfektionssalbe Furacin (Wirkstoff Nitrofuracon), eine Gruppe mit einer Salbe aus Bittergurkenwirkstoffen und eine vierte Gruppe war die Kontrollgruppe und erhielt keine Behandlung.
Nach 4 Wochen wurde der Zustand der verletzten Haut aller Tiere histopathologisch und stereologisch analysiert.
Die Hasen, die mit einer Salbe aus Bittergurkenextrakt behandelt wurden, hatten die wenigsten Entzündungszellen, die höchste Zahl an Fibroblasten (Fibroplasten sind Zellen, die entscheidend bei der Bildung von neuem Bindegewebe mitwirken) eine hohe Dichte an Blutgefässen und letzten Endes eine besonders gute Wundheilung.
Der Vollständigkeit halber ist zu erwähnen, dass auch die Wunden von den Hasen, die mit Bepanthen oder Furacin behandelt wurden, gut verheilten. Nur die Hautverletzungen der unbehandelten Tiere heilten deutlich schlechter ab.

Bittergurken und die Vorsorge und Behandlung von Brustkrebs...

Dass die Wirkstoffe von Bittermelonen auch zur Vorsorge und Behandlung von Brustkrebs interessant sind, zeigt unter anderem ein 2009 bekannt gewordenes Forschungsexperiment des Department of Pathology an der Saint Louis University in den USA.
Zu diesem Zweck wurden menschliche Brustkrebszellen und primäre Brust-Epithel-Zellen untersucht. Bei der Behandlung der Brustkrebszellen mit Bittergurkenextrakt im Labor nahm das Wachstum und die Vermehrung der Krebszellen und damit auch die Zahl der absterbenden Zellen deutlich ab.
Es wird vermutet, dass die Wirkstoffe von Bittergurken sowohl in der Vorbeugung gegen Brustkrebs, als auch begleitend in der Therapie von Brustkrebserkrankungen hilfreich sein können.

Bitte beachten Sie: Jovi's Asialaden will ausdrücklich keine Heilversprechen unterstützen, sondern Informationen aus naturheilkundlicher Tradition und moderner Wissenschaft wiedergeben. Sämtliche Angaben sind ohne Gewähr. Bei bestehenden Erkrankungen raten wir stets zu einer Absprache mit dem behandelnden Arzt. Bei Unverträglichkeitsreaktionen empfehlen wir, den Konsum des Nahrungsmittels bzw. der Heilpflanze abzusetzen oder genügend zu reduzieren.

Bildquellennachweis von oben nach unten:
Foto 1: die Bittergurken-Frucht vor der Ernte; von H. Zell, Wikimedia Commons
Foto 2: Momordica charantia, die Bittergurkenpflanze; von H. Zell, Wikimedia Commons
Foto 3: die aufgeschnittene Frucht der Bittergurke; von Sengai podhuvan, Wikimedia Commons
Foto 4: die überreifte Bittergurkenfrucht; von H. Zell, Wikimedia Commons
Lizenzbedingungen aller 4 Fotos unter:
Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported



Bittergurken-Produkte in Jovi's Asialaden

Bittergurken in der Dose
   
Bittergurkenstücke in Salzwasser eingelegt; Doseninhalt 540 g; Abtropfgewicht 280 g;
   aus Thailand.  
Bittergurkenfrucht-Tee
  
getrocknete Scheiben der Bittergurkenfrucht für Teeaufguss; 80-g-Packung;
   aus Vietnam.

Bittergurkenblätter-Tee
  
aus den Blättern von Momordica charantia hergestellt; Packung mit 25 Teebeuteln;
   aus Vietnam.
frische Bittergurken
   je nach Lieferung
Bittergurken, vacuumverpackt und tiefgefroren
  
je nach Lieferung


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Lotusblume mit Stiel und Weltkugel, aus dem Geschäftslogo

              Weitere Heilpflanzen, denen in Asien eine grosse 
              gesundheitliche Wirkung zugeschrieben wird: 

                                         Ginseng
                                         Chrysanthemen-Tee

                                         Goji-Beeren
                                        
Lin Zhi / Reishi
                                         Rote Datteln
                                        
asiatische Heilpflanzen
                                         


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