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Goji-Beeren: "Happy Berries"

Asiens Wunderbeeren - für viele ein Synonym für Langlebigkeit, Vitalität und Wohlbefinden

Art und Vorkommen:Goji 1

Goji-Beeren, weltweit auch bekannt als Chinesische Wolfsbeeren, sind die Früchte des gemeinen Bocksdorns, Lycium barbarum.
Das Nachtschattengewächs ist ein mehrere Meter hoch wachsender sommergrüner Strauch mit durch-schnittlich 1 cm grossen orang-farbenen bis roten Beeren von fruchtig-süssem bis süss-saurem Aroma.
Die Pflanze wächst vor allem in China, in der Mongolei und in den Hochebenen Tibets. Das weltweit grösste Anbaugebiet liegt in der Provinz Ning Xia im Nordwesten Chinas. Der gemeine Bocksdorn wächst jedoch auch im Mittelmeer-raum, in Nord- und Mittelamerika, sowie in Osteuropa und Nordafrika.


Verwendung:

Die Beeren sind beliebt in der chinesischen Küche und werden auch in der TCM  wegen ihrer Heilwirkung verwendet.
Die Früchte werden roh oder gekocht gegessen und können durch Einfrieren oder Trocknung haltbar gemacht werden. Sie können als Tee aufgebrüht, Sossen und Gemüsen beigegeben oder zu Joghurt, Müsli und Salaten kombiniert werden.

Unser Tipp: Nehmen Sie Gojibeeren kurweise ein, z.b. kombiniert mit Teilfasten. Oder wenn Sie Sportliches leisten wollen: essen Sie eine handvoll Beeren kurz vor dem Training, vor dem Wettkampf oder Ihrem sonstigen sportlichen Vorhaben.


Geschichte:

Die Goji-Beeren sind seit 3 bis 6 Jahrtausenden in China bekannt. Sie werden dort seit dieser Zeit kultiviert und als Nahrungszusatz und Heilmittel genutzt.

Erstmals schriftlich erwähnt werden die Gojibeeren im klassischen Buch der chinesischen Kräutermedizin, dem Shen Nong Ben Cao Jing. Dies ist die weltweit älteste Schriftensammlung über Ackerbau und Heilpflanzen. Sie wurde nach dem Namen des legendären chinesischen Kaisers Shennong benannt. Shennong, wörtlich übersetzt "göttlicher Bauer", soll vor ca. 5000 Jahren gelebt und unter anderem als Lehrer für Ackerbau und Naturmedizin gewirkt haben. Er gilt auch als einer der "Gründerväter" der chinesischen Kultur. Sein Wissen wurde über viele Generationen mündlich weitergegeben und als Shen Nong Ben Cao Jing vermutlich in dem Zeitraum zwischen 300 v. Chr. und 200 n. Chr. erstmals schriftlich zusammengefasst. Das Orginalbuch ist zwar nicht mehr vorhanden, es gibt jedoch Abschriften davon.
In dem auch heute noch vielbeachteten Buch werden 365 medizinische Substanzen, darunter viele Heilpflanzen, vorgestellt und es wird beschrieben wie sie bei insgesamt 170 verschiedenen Erkrankungen eingesetzt werden können. In diesem Buch heisst es:
Gou Qi (das ist Lycium chinensis, ein enger Verwandter von Lycium barbarum und damit auch im weiteren Sinne eine Gojibeeren-Art) sei gut gegen das schlechte Qi (krankmachende Energien wie Umweltgifte, Alkohol, Drogen, Nikotin, Infektionserreger, aber auch ungute Gedankenenergien) in den 5 inneren Organen Leber, Herz, Milz, Lunge, Niere. Die langfristige Einnahme der Beeren könnten Sehnen und Knochen festigen, den Körper leicht machen und das Altern verlangsamen.

Eine weitere Erwähnung findet die Heilbeere im Ben cao gang mu, dem "Buch der heilenden Kräuter", geschrieben im 16. Jahrhundert von Li Shi Zhen. Es ist das bekannteste historische Buch chinesischer Heilmittel und kann als eine Fortentwicklung des Shen Nong Ben Cao Jing angesehen werden.
Li Shi Zhen arbeitete 27 Jahre lang an diesem Buch und beschrieb darin 1094 verschiedene Kräuter und 1800 verschiedene chinesische Medikamente. Noch heute gibt es 5 Exemplare der Erstausgabe dieses Buches aus dem 17. Jahrhundert. Der britische Naturforscher Charles Darwin, der im 19. Jahrhundert lebte, nannte das Werk eine beachtenswerte chinesische Enzyklopädie und auch heute noch gilt das Ben Cao Gang Mu als Meisterwerk orientalischer Medizinliteratur.
In dem Buch heisst es, dass die regelmässige Einnahme von Gojibeeeren den Fluss der Lebensenergie Chi reguliere, den Körper kräftige und das Leben verlängere.

Ausgehend von China breitete sich die Pflanze über ganz Asien und Europa und schliesslich weltweit aus.

Manche Quellen schreiben, dass die Pflanze Lycium barbarum ursprünglich aus Tibet und der inneren Mongolei stamme, dort als heilige und glückbringende Frucht und Pflanze verehrt und als solche über Nepal und Indien nach China gebracht wurde. Auch heute noch wird Lycium barbarum in Tibet für Heilzwecke geerntet und genutzt. Das "Tanaduk Botanical Research Institute", das tibetanische Forschungszentrum für traditionelle tibetanische Medizin, meint dazu, dass die weltweit gezüchteten Gojibeeren nicht mehr ganz identisch sind mit den wildwachsenden Wolfsbeeren des Himalayas. Seit den 70er Jahren hat nun in Tibet eine Renaissance in der Erforschung und heilkundlichen Nutzung  der Wolfsbeeren begonnen. Unterstützt vom "Dalai Lama Institut für tibetische Medizin" arbeiten Pflanzenforscher, heilkundige Lamas und lokale Bauern an gemeinsamen Projekten für den Anbau, die Erforschung und den Verkauf der tibetischen Wolfsbeeren.

Im 17. Jahrhundert, - manche Quellen sagen im 18. Jahrhundert, wurde die Pflanze Lycium barbarum nach England importiert und breitete sich von dort über ganz Europa aus.
 
Ab 2005 wurden in den USA Forschungsergebnisse über die Goji-Beeren veröffentlicht. Die westliche Welt wurde dadurch verstärkt aufmerksam auf die gesundheitsfördernde Frucht als anti-aging-Mittel.  Eine grosse Welle der Popularität begann, zuerst in Amerika und kurz darauf auch bei uns in Europa.


Positive gesundheitliche Wirkung:

In China werden die Goji-Beeren traditionell eingenommen:
                  - zur Unterstützung des Immunssystems
                  - zum Senken überhöhter Cholesterinwerte
                  - zur Stärkung der Leberfunktion
                  - gegen vorzeitiges Altern
                  - gegen Bluthochdruck
                  - gegen hohen Blutzucker
                  - bei Augenproblemen
                  - zur Vorbeugung und Behandlung von Krebs

Da die Wolfsbeere als anti-aging Mittel sich auch auf das innere Wohlbefinden auswirkt, wird sie in Tibet und China gerne auch als "happy berry" bezeichnet. In Tibet heisst es, die Goji-Beeren 
                  - unterstützen Vitalität
                  - erhöhen Ausdauer und Leistung
                  - fördern Schönheit und Jugend   

In zahlreichen wissenschaftlichen Untersuchungen wurde eine Vielzahl bioaktiver Substanzen nachgewiesen.
Darunter eine hohe Konzentration und ungewöhnliche Vielfalt an Vitaminen (Vit. B1, B2, B3, Vit.C, beta-Karotin), Spurenelementen, Aminosäuren und Antioxidantien.
Beispielsweise enthalten 100g getrocknete Gojibeeren aus der Provinz Ning Xia mehr als den doppelten Tagesbedarf an Vitamin C und damit 4mal soviel Vit.C als dieselbe Menge einer Orange.

Lt. einer Reihe von westlichen und östlichen Forschungsberichten haben die Wirkstoffe der Gojibeeren folgende Effekte:

                  - Schutz vor degenerativen Augenerkrankungen
                  
Schutz und Unterstützung der Leber
                  - Schutz der Herzfunktion
                  - Schutz vor Krebs
                  - Unterstützung der Immunabwehr
                  - Entgiftung

Der Augenpigmentstoff Zeaxanthin, so heisst es von wissenschaftlicher Seite, sei als Zeaxanthindipalmitat in hoher biologischer Verfügbarkeit in der Beere enthalten. Er könne für den Schutz der Beere vor altersbedingten Augenerkrankungen mitverantwortlich sein. Gemeint sei vor allem der Schutz vor der degenerativen Augenerkrankung AMD.
AMD ist die altersbedingte Makuladegeneration, also die dauerhafte Funktionsminderung der Makula. Die Makula ist die Stelle des schärfsten Sehens auf der Netzhaut, auch bekannt als "gelber Fleck". Kommt es dort zu Ablagerungen oder Abbauprozessen dann kann dies zu Sehschärfenminderung führen, bis hin zur Erblindung. Die altersbedingte Makuladegeneration ist in Deutschland mit 50% die häufigste Ursache für eine schwere Sehbehinderung. Man schätzt die Zahl der an AMD Erkrankten in Europa auf 7 Millionen. An anderer Stelle heisst es, dass 6,5% der Gesamtbevölkerung der Industrienationen von dieser Augenerkrankung betroffen sei. Das Risiko beginne ab dem 40. Lebensjahr und nehme mit dem Alter dann allmählich zu.
Zurück zum Zeaxanthin: es bildet das Pigment der Makula und filtert dort das schädliche blaue und UV-Licht heraus, bevor die Lichtstrahlen auf die Netzhaut des Auges fallen.  Ausserdem schützt es zusammen mit anderen Stoffen der Gojibeeren die Netzhaut vor schädlichen Oxydantien und Entzündungen. Dies - so wird vermutet - unterstüzt das Auge in der Vorbeugung vor AMD.  

Ein spezieller Lycium barbarum Polysaccharid-Protein-Komplex konnte isoliert und mit herzschützenden, antikanzerogenen und immunstimulierenden Eigenschaften in Verbindung gebracht werden.
Bei einem Versuch mit Mäusen beispielsweise wurde nach oraler Gabe des LBP-Komplexes eine signifikante Wachstumshemmung von implantierten Sarkomzellen (Krebszellen) beobachtet. Ebenso erhöhte sich die Aktivität von Makrophagen (Teil der Immunabwehr) bei den Mäusen.

Bei einem anderen Versuch mit Mäusen, die eine gereinigte Einzelkomponente des LBP-Komplexes aus der Gojibeere erhielten, wurde festgestellt, dass die Mäuse deutlich länger beim Schwimmen durchhalten und der Glycogenvorrat in Muskeln und Leber höher ist. Ausserdem kam es zu einer deutlich geringeren Menge an Stoffwechsel belastenden Eiweissabbausubstanzen im Blut (weniger Blood Urea Nitrogen).

Mittels einer Gel-Permeations-Chromatographie wurde aus Gojibeeren das Glycokunjugat (Kohlehydrat-Proteinverbindung) LbGp2 isoliert. Man fand heraus, dass dieser Stoff die Phagocytosenaktivität erhöht, die Lymphozytenaktivität unterstüzt und wirksam das Blut von bestimmten freien Radikalen,
den sog. reaktiven Sauerstoffspezies, reinigt. Reaktive Sauerstoffspezies entstehen als Schlackenstoffe aus der Zellatmung in den menschlichen Körperzellen sowie durch Entzündungen, Umweltgifte und Zigarettenrauch. Sie sollen massgeblich an Alterungsprozessen und an der Entstehung von Krebserkrankungen beteiligt sein. Man vermutet dass Stoffe wie LbGp2 die Immunabwehr, die Bekämpfung von Krebszellen und die Verlangsamung von Alterungsprozessen unterstützen.

Das aus Gojibeeren gewonnene Glycokonjugat LbGp5, so heisst es, beweise eine hemmende Wirkung auf die LDL Peroxidation. LDL ist das schädliche Blutcholesterin, welches nach der Peroxidation den Prozess der Arteriosklerose begünstigt und damit auch das Risiko von Herzinfarkt und Schlaganfall erhöht.

Der Gehalt an Ellagsäure in der Wolfsbeere unterstützt wohl ebenso wie andere Stoffe der Beere die Krebsvorsorge. Ellagsäure ist ein Polyphenol. Es kommt auch in manch anderen Beerenarten sowie in Nüssen vor und zeigte bei Versuchen mit menschlichen Zellkulturen eine krebshemmende Wirkung.

Dies sind  nur einige der analysierten Wirkstoffe in den Gojibeeren. Letzten Endes wird es jedoch eine besondere Synergie all dieser Wirkstoffe sein, die dafür gesorgt haben, dass die positiven gesundheitlichen Wirkungen der Wolfsbeere seit Jahrtausenden in China und Tibet erfahrbar waren und ihr so den Beinamen "happy berry" gaben.

Vorsicht:

Menschen die die Medikamente Marcumar oder Coumadin zur Blutverdünnung einnehmen, sollten keine Gojibeeren verzehren. Es gibt Hinweise, dass die Inhaltsstoffe von Gojibeeren über eine Wechselwirkung mit den beiden Vit.-K-Antagonisten in der Leber zu Veränderungen bei den Gerinnungswerten führen können. Es wurden dabei sowohl Reduzierungen als auch Erhöhungen des INR-Wertes (Gerinnungsparameter) beobachtet.

Bitte beachten Sie: Jovi's Asialaden will ausdrücklich keine Heilversprechen unterstützen, sondern Informationen aus naturheilkundlicher Tradition und moderner Wissenschaft wiedergeben. Sämtliche Angaben sind ohne Gewähr. Bei bestehenden Erkrankungen raten wir stets zu einer Absprache mit dem behandelnden Arzt. Bei Unverträglichkeitsreaktionen empfehlen wir, den Konsum des Nahrungsmittels bzw. der Heilpflanze abzusetzen oder genügend zu reduzieren.

 

Bildquellennachweis:
Foto oben: Gojibeerenbaum; von avicmart; Lizenz s. Creative Commons CC0 1.0 Verzicht auf das Copyright


             Goji-Beeren in Jovi's Asialaden

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- Getrocknete Goji-Beeren, 113g pro Packung



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Lotusblume mit Stiel und Weltkugel, aus dem Geschäftslogo

                    Weitere Lebensmittel, denen in Asien eine grosse
                    gesundheitliche Wirkung zugeschrieben wird:

                                        Ginseng

                                        Ingwer

                                        Chrysanthemen-Tee

                                       
Ling Zhi / Reishi
                                       
Rote Datteln
                                       
Bittergurken
                                       
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