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asiatische Lebensmittel und Gewürze

Geschenkartikel und asiatische Haushaltsartikel

                                                  
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Über die verschiedenen Bedeutungen des Begriffes "Curry":


1. Curry als landläufige europäische Bezeichung für Curry-Pulver:

In Europa versteht man unter Curry ein fertiges Würzpulver, das aus vielen verschiedenen Gewürzen besteht. In der Regel sind Kurkuma, Kreuzkümmel, Koriander, Kardamon, schwarzer Pfeffer, Lorbeerblatt, Senfkörner und roter Chilli Ausgangsgrundlage für die verschiedenen Curry-Pulver.

2. Curry als Oberbegriff für bestimmte indische Gerichte:

Der Begriff "Curry" stammt von dem tamilischen (südindischen) Wort "Kari" für Sosse ab. Er ist gleichzeitig ein Oberbegriff für in Indien weit verbreitete sossige Fleisch-, Fisch- oder Gemüsegerichte, die mit Reis, Nan oder Chapati serviert werden. Hauptwürze dieser Curry-Gerichte ist vor allem die Gewürzmischung "Masala". Die Masalas können mild, süsslich oder scharf sein und beinhalten meist Chilli, Kurkuma, Koriander, Knoblauch, Ingwer sowie weitere Gewürze in variierender Kombination. Bei den indischen Currries werden traditionell zuerst die gemahlenen Gewürze mit Öl in der Pfanne angebraten, häufig werden dazu auch frische Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer geröstet. Dann kommen nacheinander die anderen Zutaten dazu. Man findet im ganzen Land die Unterteilung in vegetarische und nicht-vegetarische Curries.

3. Curry als Oberbegriff für die thailändischen "Gaeng"-Gerichte und deren Würzpasten:

Geschichtlich kommen die thailändischen Curries von den indischen Curries und haben dadurch gewisse Ähnlichkeiten. Besonders bekannt sind aus Thailand z.b. Kaeng Phet, die "scharfe Suppe" oder  Tom Yum, eine sauer-scharfe Suppe mit Fischsauce. Auch die Würzpasten selbst, die den Gaeng-Gerichten als Würzgrundlage dienen, werden Curry genannt. Im Gegensatz zum Masalapulver der indischen Curries werden bei den thailändischen Curries traditionell Würzpasten aus frischen Gewürzen hergenommen. Diese werden meist mit Kokosmilch in der Pfanne aufgelöst und erhitzt bevor die anderen Zutaten nacheinander dazugegeben werden. Die Saucen der Thai-Curries sind häufig dünner als bei den indischen Curries, haben mehr frische Kräuter als Zutaten, so z.b. Zitronengras und Kaffernlimettenblätter, und werden auch gerne mit Fischsauce ergänzt. Das Aroma der thailändischen Curries ist nicht zuletzt deswegen auch häufig vielfältiger und abgerundeter. Dennoch gilt zu sagen, dass es in Indien und in Thailand viele lokale Abweichungen bei der Art der Curry-Zubereitung gibt und die generellen Unterschiede nicht immer zutreffen.

4. Über "gelbes", "rotes" und "grünes" Curry:

Es sind häufig benutzte fertige Currymixturen, die sich - bedingt durch die unterschiedlichen Zutaten - vor allem in Farbe und Schärfe unterscheiden. Besonders bekannt sind sie als gelbe, rote oder grüne Thai Currypasten oder Thai Currypulver. Das gelbe Curry ist ein mildes Curry mit viel Kurkuma und wenig rotem Chili. Das rote Curry ist scharf durch den höheren Anteil an roten Chilischoten und schwarzem Pfeffer. Das grüne Curry ist besonders scharf; es hat einen hohen Gehalt an getrockneten grünen Chilifrüchten.
 

5. Curry das "auf Bäumen wächst":

Gemeint sind hier die Curryblätter, die Blätter des Currybaumes, Bergera koenigii, einem ca. 5 m hoch wachsenden Rautengewäch, welches in den tropischen und subtropischen Regionen Asiens beheimatet ist. Die gefiederten Blätter werden vor allem in Indien und Sri Lanka als Gewürz und als Naturheilmittel eingesetzt und haben in Geschmack, Herkunft und Verwendung nichts mit den Curry-Gewürzmischungen zu tun.  Der Geschmack der Curryblätter ist etwas rauchig und leicht fruchtig. Man kann die Blätter vor der Zugabe zu einer Mahlzeit kurz in Öl anbraten oder als Curryblatt-Pulver direkt dem Essen beigeben. Traditionell wird es gerne für Reisgerichte, Paratas und Dal hergenommen. Als Naturmedizin werden die Curryblätter innerlich gegen Magenprobleme und Durchfall eingesetzt und äusserlich gegen Insektenstiche und Ekzeme.



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